Maneki Neko

Textauszug einer Kurzgeschichte

 

... Das T-Shirt drücke ich in mein Gesicht. Ganz so, als könnte es mich trösten, seine kurzen Ärmchen um mich legen und mir ins Ohr flüstern, dass alles gut wird. Tut es nicht. Ich lass es neben der Katze fallen und blicke in das dunkle Loch, in diese zerstörte Zweisamkeit. Ich leere unser Leben vor mir aus und fange an mich durch die Trümmer zu bewegen. Dort liegen Schnipsel von sonnendurchflutetem Lachen, Scherben gemeinsamer Zeit. Es liegen ganze Wälder aus Worten neben Federn verstoßener Vertrautheit. Vor mir liegt ein Himmel, herabgestürzt und gebrochen. Beerenschwarze Ohnmacht erklimmt meine Arme, ihre Kälte raubt mir Verstand. Geheimnisse wispern zu mir hoch, sie flehen, wollen zurück in die Kiste. ...

 

 

 


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